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Eine Fallstudie vonAndreas Thomas Fitness

Von 118 auf 86 kg mit 60-Stunden-Woche: Wie Helmut mit 63 fitter ist als mit 50

4 Min. Lesezeitvom 29.09.2024

Helmut ist 63, Führungskraft in der Logistik-IT, pendelt viel und kennt die 40-Stunden-Woche nur vom Hörensagen. Seit Dezember 2022 hat er 32 Kilo verloren, von 118 auf 86, und hält sein Gewicht bis heute. Und das nach Jahren mit Jojo-Effekt und Weight Watchers. Das Besondere: Wir haben seinen Plan um seinen Alltag gebaut, nicht umgekehrt. Heute sagt er: „Ich bin mit Sicherheit fitter, als ich es mit 50 war.“

Helmut Faerber
Helmut FaerberFührungskraft-32 kg · nachhaltig seit über 2 Jahren
Helmut Faerber
Helmut Faerber

63, Führungskraft in der Logistik-IT

„Ich habe jemanden gehabt, der mir im Nacken gesessen hat. Das war für mich wahnsinnig wichtig. Aus dieser Betreuung heraus haben sich Gewohnheiten entwickelt, ohne dass ich es müsste.

Ich bin mit Sicherheit fitter, als ich es mit 50 war. Und man glaubt es kaum, aber inzwischen macht es mir sogar Spaß.“

−32 kgvon 118 auf 86 kg
Ruhepuls 75vorher 90 bis 95
Seit 12/2022Gewicht dauerhaft gehalten
63 Jahrefitter als mit 50

Ausgangssituation: Weight Watchers, Jojo und eine 60-Stunden-Woche

Helmut hat Informatik studiert und war sein ganzes Berufsleben in leitenden Positionen tätig, unter anderem bei Schenker, zwischendurch selbstständig. Die 40-Stunden-Woche kennt er nur vom Hörensagen. Er pendelte, war ständig unterwegs, oft blieb nicht einmal Zeit fürs Mittagessen.

Abnehmen hatte er über Jahre immer wieder versucht, unter anderem mit Weight Watchers. Manches funktionierte eine Weile, aber nichts davon hielt. Ein Kilo runter, zwei rauf. Zwei runter, drei rauf.

Das eigentliche Problem war nicht fehlendes Wissen. Helmut steckte voll im Berufsleben und nahm sich schlicht keine Zeit: weder für gesunde Ernährung noch für Bewegung.

Der Wendepunkt kam an einem ganz gewöhnlichen Morgen. Er wollte sich die Schuhe zubinden und merkte, dass der Bauch im Weg war. Da war ihm klar: Jetzt muss sich etwas ändern.

Ziel: Endlich nachhaltig abnehmen, trotz vollem Kalender

Helmut wollte nicht noch eine Diät, die nach ein paar Monaten wieder verpufft. Er wollte sein Gewicht dauerhaft in den Griff bekommen, und zwar so, dass es zu seinem Alltag als vielbeschäftigte Führungskraft passt: mit Reisen, langen Tagen und ohne stundenlanges Training.

Lösung: System für den Alltag, bis Gewohnheiten von allein laufen

Was diesmal anders war? Helmut bringt es selbst auf den Punkt: Er hatte jemanden, mit dem er regelmäßig sprach. Jemanden, der auch mal unbequem nachfragte, ob drei Pizzen an einem Tag wirklich so clever waren. Und der genauso gelassen blieb, wenn nach einem Event mal wieder zwei Kilo mehr auf der Waage standen. So what, die kriegst du auch wieder runter.

Statt Verbote gab es eine einfache Denkweise, die bei Helmut den Schalter umgelegt hat: Ist mir dieses Essen das wert? Eine Tafel Schokolade ist kein Tabu, sie bedeutet eben 20 Minuten mehr Bewegung. Diese Rechnung kann Helmut bei jeder Mahlzeit selbst aufmachen. Dadurch fühlte sich die Ernährung nie wie Verzicht an, sondern wie eine bewusste Entscheidung.

Bei der Bewegung haben wir klein angefangen: Erst überhaupt bewegen. Dann ein bisschen mehr. Dann noch mehr. Dazu kamen Ideen, die in seinen Arbeitsalltag passen:

- ein Laufband fürs Büro - Telefonate im Gehen statt am Schreibtisch - Alternativen für die Snacks zwischendurch - Restaurants in Berlin, in denen er gut essen gehen kann

Und dann passierte genau das, worauf es ankommt: Aus der Betreuung heraus entstanden Gewohnheiten. Heute muss Helmut seine Kalorien nicht mehr tracken, weil er ungefähr weiß, was er gegessen hat. Das Gym gehört fest zu seiner Woche. Wenn um 17 Uhr Feierabend ist, geht er trainieren und arbeitet danach notfalls weiter. „Wenn sich das erstmal eingeschliffen hat, denkt man gar nicht mehr drüber nach.“

Ergebnis: Mehr Lebensqualität mit 63, 32kg weniger

- 32 Kilo weniger: von gut 118 auf 86 kg - Ruhepuls von 90 bis 95 auf etwa 75 gesunken, Blutdruck deutlich verbessert - Der Stallberg zu seinem Pferd: 700 Meter, früher nur mit drei Pausen und Schnappatmung zu schaffen, heute läuft er einfach unten los und kommt oben an - Stundenlang wandern und Rad fahren ist kein Problem mehr - Fitter als mit 50, und Sport macht ihm inzwischen Spaß

Sein Rat an alle Führungskräfte und Selbstständigen in ähnlicher Lage: „Nehmt euch die Zeit, weil es wichtig ist. Sonst vergeudet man Lebenszeit. Und wenn ihr es allein nicht schafft, sucht euch jemanden, der euch unterstützt.“

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Thomas, Fitness- und Gesundheitscoach

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